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Zum zweiten Todestag

Canisiuswerk dankt Präl. Schrittwieser

BV Präl. Franz Schrittwieser führte von 2002-2015 als Vizepräsident das Canisiuswerk. Am 3.1.2017 ist er verstorben. Das Canisiuswerk gedenkt seines Einsatzes für Berufungen. 

Als Regens des St. Pöltner Priesterseminars, als langjähriger Rektor des Propädeutikums in Horn, als Ausbildungsverantwortlicher für Ständige Diakone der Diözese St. Pölten und als Vizepräsident des Canisiuswerkes setzte er sich unermüdlich für geistliche Berufungen ein. Am 17. Jänner wird Prälat Schrittwieser in seiner Heimatgemeinde Purgstall beigesetzt.

 

Der St. Pöltner Bischofsvikar für Kategoriale Seelsorge war zuletzt Dechant des St. Pöltner Domkapitels, Geistlicher Assistent der Caritas der Diözese St. Pölten sowie Obmann des Pressvereins und Herausgeber der "Niederösterreichischen Nachrichten" (NÖN). 


Unermüdlicher Einsatz für Canisiuswerk

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Prälat Mag. Franz Schrittwieser
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Prälat Mag. Franz Schrittwieser
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Prälat Mag. Franz Schrittwieser
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Prälat Mag. Franz Schrittwieser
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Prälat Mag. Franz Schrittwieser
Als langjähriger leitender Rektor des Propädeutikums in Horn prägte Schrittwieser auch über die Diözese St. Pölten hinaus eine ganze Generation österreichischer Priester. Als Geschäftsführender Vizepräsident des Canisiuswerkes – Zentrum für geistliche Berufe – setzte sich Schrittwieser unermüdlich für eine zeitgemäße Berufungspastoral, die sich den neuen Herausforderungen der Zeit stellt, und ein breites Berufungsverständnis ein.

 

U. a. iniierte er 2011 einen Leitbildprozess des Canisiuswerkes. Er etablierte eine Priesterseelsorge und war Ansprechpartner für FörderInnen. Weiters setzte er zahlreiche Initiativen zur Förderung von Berufungen und drückte der Öffentlichkeitsarbeit des Canisiuswerkes seinen Stempel auf.

 

Besonderes Anliegen war ihm das auflagenstärkste Printmedium der österreichischen Berufungspastoral, die Zeitschrift „miteinander“ des Canisiuswerkes, deren Redaktion er bis zu seinem Tod angehörte und die er in einer einjährigen Übergangsperiode nach dem Ableben von Prälat Wilhelm Müller als Chefredakteur leitete.

 

"Dankbar für sein Lebenswerk" 

Franz Schrittwieser sei "ein echter Seelsorger, der uns fehlen wird", gewesen, so der St. Pöltner Diözesanbischof Küng. "Er hat viele und vieles begleitet und geprägt, und ihm war die Weitergabe des Glaubens ein großes Anliegen". Der Bischofsvikar habe "ein großes Herz" gehabt und sei in seinen zahlreichen Seelsorgeaufgaben und nicht zuletzt als Obmann des NÖ Pressvereins "sehr um gute Kirchlichkeit und ein echtes Miteinander bemüht" gewesen.

 

Der österreichische Referatsbischof für Berufungspastoral, Wilhelm Krautwaschl, würdigte in einer ersten Reaktion gegenüber "Kathpress" den jahrzehntelangen Einsatz Prälat Schrittwiesers für geistliche Berufungen und die Berufungspastoral. "Ich bin dankbar für sein Lebenswerk und Wirken. Wer ihm begegnet ist, hat gemerkt, dass ihm die Kirche und die Priester in der Kirche immer ein großes Anliegen waren", sagte Krautwaschl gegenüber "Kathpress". Schrittwieser habe sich dafür eingesetzt, dass das Thema Berufungen in der Kirche "nicht nur nebenbei wahrgenommen wird".

 

Abschied

Am 15. Jänner 2017 fand um 18.45 Uhr die Betstunde für den Verstorbenen in seiner Heimatpfarre Purgstall an der Erlauf statt. Bischof Küng feierte am 16. Jänner um 16 Uhr einen Gedenkgottesdienst im Dom von St. Pölten. Am 17. Jänner 2017 feierte Weihbischof Anton Leichtfried nach einem Gebet für den Verstorbenen (13 Uhr) um 13.30 Uhr das Requiem in der Pfarrkirche Purgstall. Anschließend wurde Franz Schrittwieser am örtlichen Friedhof beigesetzt.

 

Zur Person

Parte

Pressefoto zum Download

Franz Schrittwieser wurde am 5. Oktober 1940 in Purgstall geboren. Er besuchte das Stiftsgymnasium Melk und studierte anschließend Theologie in St. Pölten. Am 29. Mai 1965 wurde er von Bischof Franz Zak zum Priester geweiht. Anschließend war er Kaplan in der Pfarre Ulmerfeld, ab 1967 Kaplan in der Stadtpfarre Krems und Religionslehrer an der HTBLA. Ab 1973 hat Schrittwieser als Provisor die neue Pfarre Krems-St. Paul aufgebaut, als deren Pfarrer er von 1974 bis 1988 wirkte. Von 1976 bis 1982 war er Geistlicher Assistent der Berufsgemeinschaft der Laienreligionslehrer an Pflichtschulen.

 

1988 bis 2001 wirkte Schrittwieser als Regens des Priesterseminars der Diözese St. Pölten, 1989 bis 2000 leitete er zusätzlich die Diözesanstelle "Berufe der Kirche". Seit 1989 war er auch Geistlicher Assistent der diözesanen Caritas. Bischof Kurt Krenn berief Schrittwieser 1992 in das St. Pöltner Domkapitel, Bischof Klaus Küng bestellte ihn 2009 zum Domdechanten. Im Jahr 2000 wurde er mit dem Titel "Ehrenprälat Seiner Heiligkeit" geehrt.

 

Ab 2003 bis 2010 fungierte Schrittwieser als Rektor des Propädeutikums im Canisiusheim in Horn und war damit für das gemeinsame Einführungsjahr aller österreichischen Priesteramtskandidaten verantwortlich. Zwischen Ende 2002 und Dezember 2015 war er zudem Geschäftsführender Vizepräsident des Canisiuswerks, des nationalen Zentrums für Berufungspastoral der Kirche in Österreich.

2011 wurde Schrittwieser von Bischof Küng zum Bischofsvikar für die Kategoriale Seelsorge ernannt, womit er für die Seelsorge in Krankenhäusern und im Pflegebereich sowie Notfallseelsorge, Blindenapostolat und Gehörlosenpastoral, Seelsorge für die Exekutive und Justizanstalten sowie für die Telefonseelsorge zuständig war. Im Dezember 2014 folgte Schrittwieser Prälat Josef Eichinger als Obmann des Pressvereins der Diözese St. Pölten und Herausgeber der NÖN nach.

 

 

 

CANISIUSWERK

Zentrum für geistliche Berufe

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